Haus Gilda, Andermatt
Bauherrschaft:
Andermatt Swiss Alps AG
Architektur Team Šik:
Zoe Auf der Maur, Daniela Frei, Anna Maria Giordano, Marion Hoffmann, Marc Mayor, Miroslav Šik, Lando Rossmaier
Generalplaner bis und mit TU Submission:
SIK WTP GmbH
Gestalterische Leitung und Qualitätssicherung in der Ausführung:
Šik Partner Architektur AG
Ausführung:
A++ Group
Innenarchitektur:
MACH Architektur GmbH
Fotos:
Andreas Buschmann
Das Apartmenthaus Gilda liegt in der Zentrumszone 4e des Tourismusresort Andermatt an prominenter Lage zwischen der Piazza Gottardo und dem neuen Dorfplatz. Das Gebäude schliesst an den bereits Verbindungsbau des Hauses Edelweiss an und ist über den Clustergarten mit dem Haus Enzian verbunden. Von der Hauptgasse aus werden die Verkaufsflächen erschlossen, welche im Erdgeschoss angeordnet sind. Im Gegensatz dazu befindet sich der Zugang der Wohnungen in den Obergeschossen an einer ruhigeren Seitengasse. In den Regelgeschossen sind drei Wohnungen angeordnet, die sich im Dachgeschoss in vier Maisonetten aufteilen.
Im ersten Obergeschoss findet sich ausserdem ein gemeinschaftlich genutzter Spa- und Fitnessbereich, der Common Space. Die Fassade des Mehrfamilienhauses spielt mit dem Kontrast zwischen der bewegten städtischen Fassade, angelehnt an die Streamline Moderne, und dem traditionellen in Schindelfassaden integrierten Klebdach der alpinen Architektur. Die ausdrucksstarken Bänder der Fassade verhindern gleichsam den Brandüberschlag und binden die Balkone und Fassaden zu einer Einheit. Durch die vorspringenden Gebäudeteile werden die horizontalen Linien aufgebrochen und eine vertikale Bewegung ins Fassadenbild eingeführt. Die Fassadenvorsprünge, in welche verglaste Aussenräume integriert sind, akzentuieren die Wohnräume im Zentrumsgebiet und bringen Lebendigkeit in den Gassenraum.
Die Fassade des Hauses wird mit Schindeln bekleidet, die sich wie ein textiles Gewebe an die Rundungen anschmiegt. Um dies zu ermöglichen, wurde ein kleinteiliges, rechteckiges Format gewählt. Die Farbigkeit der Schindeln wird über eine Vorvergrauung erreicht. Die entsättigte Farbigkeit widerspiegelt sich in den hell eingefärbten Betonelementen des Sockels. Die Oberfläche des vorfabrizierten Betons ist einheitlich glatt und wird durch die grossen Stahlfenster der Verkaufsfläche unterbrochen. Die Fenster im Obergeschoss sind aus Holz-Metall und heben sich farblich von der Schindelfassade ab. Die gebogenen Gläser der Eckfenster und der Balkonverglasungen unterstützen den charakteristisch geschwungenen Ausdruck des Hauses.